Weltkulturerbe Albula- und Bernina - Bahnstrecke

Albula und Bernina mit der Rhätischen Bahn (RhB)

 
die rote Rhätische Bahn mit Aussichtswagen
Rhätische Bahn mit Aussichtswagen 

Nicht wenige Fachleute behaupten, die Albulalinie sei die spektakulärste Alpenbahn überhaupt (Eisenbahnromantik, SWR Fernsehen). Bahn und Straße winden sich hinter Tiefencastel den Berg hinauf bis nach Filisur. Hier habe ich 2025 übernachtet. Kurz vor Filisur überquert die RhB auf dem Landwasserviadukt das Flüßchen Landwasser. Das Viadukt ist 136 m lang und 65 m hoch. 350 m höher liegt schon Bergün. Bahn und Straße steigen nochmal 400 Höhenmeter bis zum Ort Preda. Die Bahn verschwindet auf gut 1800 Höhenmeter im Nordportal des 5,9 km langen Albula-Tunnels. Im Tunnel windet sich die RhB in 5 Kehren St. Moritz entgegen. Zusammen mit der Bernina-Bahn hat die RhB das Label des UNESCO-Welterbes erhalten, als eine von nur 5 Strecken weltweit. 
 
Ein Traum geht in Erfüllung - mit der Rhätischen Bahn die Eisenbahnline des Glacier Express zwischen Chur in Graubünden über St. Moritz nach Tirano fahren. Im Sommer 2025 bin ich mit dem e-Bike von Tiefencastel die Albula-Pass-Straße ins Engadin gefahren. Dabei hat mich bis Preda ständig die rote Rhätische Bahn (RhB) unter mir im Tal oder über mir in den Bergen begleitet. Damals bin ich schon mit der RhB von Thusis nach Tiefencastel gefahren um drei gefährliche Autotunnel zu umgehen. Und da wusste ich, dass ich noch die ganze Strecke über den Bernina-Pass bis nach Tirano in Italien fahren will. 
 
Fahrpreis für 2 Senioren (über 65) mit BahnCard25, 2. Klasse, Hin- und zurück: 168,16 € + 11 € Reservierung im ICE/EC Hinreise.

Dienstag, 16. März 2026

07:01 Uhr: Nürnberg - IC 827 -  München - EC 196 - 

 Lindau - St. Margrethen - IR 2211 - Chur (Graubünden) 12:18 Uhr.
 12:58 Uhr: Chur (593 m) -IR 1141 (Rhätische Bahn) - Tiefencastel - Filisur -Bergün - Preda - Samedan 14:47 Uhr - Pontresina 14:55 Uhr an - 15:04 Uhr ab - Ospizio Bernina (2.253 m) - Alp Grün - Poschiavo - Tirano (441 m) 17:00.
 
Wir sind in St. Margrethen 9 Minuten verspätet angekommen. Der Anschlusszug nach Chur hat gottseidank am selben Bahnsteig gewartet. In Chur fanden wir im Bahnhof eine nettes Cafe und genossen die 40 Minuten-Pause. 
Der Kaffee schmeckte ausgezeichent. Ich hatte von der Radtour noch 45 Franken. Ich zahlte für einen Machiato und einen Crrema ca. 12 CHF (ca. 12 €).
 
Pause im Bahnhofs-Cafe in Chur
Ausgezeichneter Kaffee im Bahnhof Chur
 
Erst ab Thusis beginnt die eigentliche Weltkulturerbe-Bahnstrecke. Hier herrscht noch Frühling, wenn man zur Brücke "Landwasserviadukt" kommt. Von diesem interessanten Bauwerk ist vom Fenster aus nur wenig zu sehen. Dafür sollte von Filisur aus in das Tal dazu gewandert wrden. 

Landwasserviadukt wird gleich erreicht
Fahrt über das Landwasserviadukt
In Samedan hatten wir planmäßig zwei Minuten Aufenthalt, um den Zug nach 
Pontresina (1.805 m) zu erreichen. Deshalb war diese Fahrmöglichkeit auch nicht in der DB-App "Navigator" enthalten. In der Schweiz haben wir deshalb vor allem die "SBB Mobile" App verwendet. Ich hatte den Schaffner gefragt, ob der Zug wartet, weil wir 3 Minuten Verspätung hatten. „Ja“, sagte er. Es wäre die normale Verbindung. Bei kleinen Verspätungen, würde der Anschluss abgewartet. Gut zwei Stunden dauert es noch bis zum Ziel nach Tirnao.

In Pontresina lag schon viel Schnee. Je höher wir mit dem Zug voankamen, desto höher wurde neben der Bahnstrecke auch der Schnee. Wir saßen die ganze Fahrzeit zu Zweit auf einem Vierer-Platz. Ganz entspannt waren wir nur mit Schauen beschäftigt. Es ist ein Traum durch die schneebedeckte Bergwelt auf über 2.200 m zu fahren. 

Die rote Rhätische Bahn mit Fenster zum öffnen
Die Wagen haben überwiegend Fenster zum öffnen 
 

Schöner Ausblick auf die schneebedeckten Berge vom Zug aus
Wunderschön auf 2.235 m mit dem Zug

Piz Bernina vom Zugenster aus betrachtet
Piz Bernina vom Zugfenster aus
 Ab Ospizio Bernina geht es nach Alp Grün bergab.

Kreisel bei Brusio
Kreisel bei Brusion
Der Bahn-Kreisel bei Brunio In Tirano haben wir das "Eco Rooms&Breakfast" für 113 € inkl. Frühstück über booking.com gebucht. Es liegt nur 100 m von der Stazione entfernt. Tatsächlich haben wir die Unterkunft erst nach 45 Minuten gefunden. In Tirano gibt es keine Straßennamen, sondern nur Nummern an den Hotels. Wir haben in zwei anderen Hotels danach gefragt und auch einen Passanten. Genau hat es leider keine/r beschrieben. Irgendwann stand dann die Angestellte auf der Straße und hat uns angesprochen. Eigentlich leicht zu finden, wenn man gewusst hätte, dass es im gleichen Gebäude wie das Restaurant Liberty ist. Es war es eine schöne Ferienwohnung mit Küche und großem Badezimmer. Und wir konnten eigermaßen gut schlafen.    

Restaurant Libberty
Restaurant Libberty und rechts daneben zum Hotel Eco Rooms

Übrigens: der Bahnhof der Rhätischen Bahn ist nicht identisch mit dem Bahnhof der Italienischen Staatsbahn (FS). Der ist 100 m davor.

Stazione Tirano - nicht der Bahnhof der Rhätischen Bahn
Stazione Tirano - aber Bahnhof der FS

Es war schon beinahe dunkel, als wir uns zum Abendessen in ein Restaurant begaben. Es gab Pizza mit Bier. Wir zahlten mit Trinkgeld 43,00 €.

Mittwoch, 17. März 2026

09:46 Uhr: Tirano - PE 972 - Le Prese - Poschiavo - Alp Grün - (16 Minuten Aufenthalt) - Bernina Diavolezza - Pontresina - St. Moritz 12:35 Uhr.
 13:05 St. Moritz - IR 1144 - Celerina - Spinas - Preda - Bergün - Filisur - Tiefencastel - Thusis - Chur 15:02 Uhr. 15:42 Uhr Chur - St. Margrethen 16:43 Uhr.
16:51 Uhr St. Margrethen - EC 195 - Bregenz - Lindau - Buchloe - München 19:16 (20:00) Uhr
19:18 (20:21) Uhr München Hbf - Nürnberg Hbf 20:33  (21:33).
 
Nach der DB-App war die Abgafahrtszeit 10:06, nach der SBB-App fuhr der Zug bereits um 09:46 Uhr los. Zuvor hatten wir uns noch auf den Bahnhof der FS verirrt. Hier fahren die Züge nach Sandrino und Mailand. 
 
Die Rückfahrt war noch sehr angenehm. Von der anderen Seite loszufahren bietet wieder andere Ausblicke. So spannend war es aber nicht mehr.  
 
Das Bild zeigt die schönen Wagen an der Spitze des Zuges
Die Rückfahrt nach St. Moritz
In Alp Grün hält der Bernina Express für die Touristen
In Alp Grün hält der Bernina Express zum Fotoshooting 
Bei unserer Rückfahrt sahen wir den Bernina Express in Alp Grün. Da steigen die Touristen aus dem Zug, um Fotos zu machen. Wir sahen hier im Zug gegenüber viele Touristen aus Asien.
Bahnsteig im Bahnhof St. Moritz und dahinter die Berge.
Bahnsteig im Bahnhof St. Moritz

Am Bahnhof in St. Moritz auf über 1.800 m war es sehr zugig und kalt. Die Fahrt mit dem Interregio (IR) war etwas angenehmer, wie mit den Zügen zwischen Pontresina und Tirano. Zudem waren die Züge zwischen Pontresina und Tirano voll. Vor allem Italiener benutzen diese Züge. Dagegen war es bis nach Chur etwas leerer im Zug. Dieses Mal fanden wir unser Cafe in Chur nicht mehr. Stattdessen kaufte ich mir im Supermarkt des Bahnhofs etwas Warmes und ein Wasser. Der Eilzug ab Chur war gut voll. Aber auch hier hatten wir einen Vierer für uns allein. 
 
In St. Margrethen hatte unser Anschluss-EC 195 20 Minuten Verspätung. Unterwegs setzte der EC wegen Baustellen und Zugbegegnungen weiter Verspätung zu. In München hatten wir noch Zeit für eine Leberkässemmel und eine Flasche Augustiner bei Yormas. Die Brotzeit haben wir dann im ICE verspeist. 
 
Leberkässemmel und ein Augustiner im ICE
Verdiente Brotzeit im ICE von München nach Nürnberg

Um 22:00 Uhr waren wir genau eine Stunde später daheim als geplant. Insgesamt waren wir mit der SBB und der DB sehr zufrieden. Dennoch habe ich aufgrund der einen Stunde eine Entschädigung beantragt. Die Erstattung beträgt 21 €. Da hatte ich beinahe ein schlechtes Gewissen 😀
 
 

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