13 Stunden im IC und TGV nach Marseille-St-Charles




Côte Bleue - Département "Bouches-du- Rhône" (19. - 27. Mai 2026).
 

                                                                            
Klicken: Bild zeigt die TGV-Strecke von Karlsruhe nach Marseille
Fahrt von Nürnberg/Karlsruhe nach Marseille

Hinfahrt 2. Klasse - 2 Senioren, Ticketpreis Gesamtstrecke = 139,98€: Der IC 2164 ist nur gut zur Hälfte besetzt und fährt in Nürnberg Hbf mit 34 Minuten Verspätung ab (planmäßig 09:41 Uhr, tatsächlich 10:14 Uhr). Hinter uns unterhalten sich zwei Männer mit lauter Balkansprache, so dass wir was für die Ohren brauchen. Kurz vor Ellwangen nehmen wir unser Gepäck und gehen einen Wagen weiter nach hinten. Hier ist es fast leer und himmlisch ruhig. Die Füsse können sich im Vierer entspannen. Stuttgart Hbf verlassen wir mit 50 Minuten Verspätung. In Karlsruhe ist nun die Ankunftszeit 13:40 Uhr, statt 12:53 Uhr. Fernreisen erfordern Zeitpuffer!! TGV 9580 von Frankfurt startet in Karlsruhe planmäßig um 15:12 Uhr. Aber auch der TGV hatte bei der Abfahrt in Karlsruhe 17 Minuten Verspätung. Zwei Sitzplätze wurden beim Onlinekauf der Ticket automatisch reserviert (Wagen 18, oben, 845 und 844, nebeneinander Fenster und Gang). Die in der App angezeigte Wagenreihung war in Karlsruhe genau entgegengesetzt. Der TGV ist zu ca. 100 % besetzt. Einen Sitzplatz hat jeder, aber für Koffer gibts nicht in jedem Wagen genügend Ablagen. Man muss in den Wagen daneben gehen. 
TGV bei der Einfahrt in Karlsruhe
TGV bei der Einfahrt in Karlsruhe

Grafik zur Fahrtroute nach Marseille
Fahrtverlauf des Zuges
Im Elsass ist die Zuggeschwindigkei zwischen 120 und 150 km/h. In Straßburg ändert sich die Fahrtrichtung. Danach erreicht der Zug zwischen 150 und 320 km/h. 
Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken ist die Landschaft unspektakulär und landwirtschaftlich geprägt. 
Die Sitze, die gesamte Inneneinrichtung ist schon etwas in die Jahre gekommen. Aber ganz bequem, sogar am Fenster Armlehnen. Ein WC gesperrt und mal auch kein Handwaschbecken-Wasser mehr da. Die ICE sind moderner, besser gepflegt und sauberer, jedoch nicht bequemer. Aber man fühlt sich dennoch wohl im TGV. Die Zugbegleiter gehen durch, kontrollieren die Tickets nicht. Diese Pünktlichkeit und sogar die Aufholung der DB-Verspätung lässt uns staunen. In Straßburg hat der Zug bei der Abfahrt noch 7 Minuten Verspätung. Alle Durchsagen neben Französisch auch in Englisch und Deutsch. Zudem alles sehr verständlich. Entstehende Verspätungen werden hier bereits vor dem Entstehen angekündigt. Internet gibt’s im Elsass nicht immer. Aber das WiFi im Zug ist gut. 
Eine Stunde im Bistro entspannt. 2 Bier gibt’s nur in der Dose mit Pappbecher (9,80€). 
Blick aus dem Bistro nach Lyon
Im Bistro des TGV mal wieder bei einem Bier auf den Füßen stehen tut gut
In Lyon wird der Zug ein bisschen leerer. In Marseille-Saint-Charles sind wir pünktlich. 
 
Frühstücksraum im Hotel
Frühstücksaum im Hotel Marsiho

Bild zeigt Hotelzugang von der Straße
Hotelzugang von der Straße

Das Hotel Marsiho Hotel Marsiho by Happyculture  ist eigentlich nur ca. 800 m Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. 450 m von Le Vieux Port. Aber ich habe nachts den falschen Ausgang genommen und so wurden es 18 Minuten Fußweg. Als alleinreisende Frau möchte man nicht um diese Uhrzeit durch diese Straßen gehen.
Blick aus dem Hotelzimmer
Blick aus dem Hotelzimmer

Das Hotel ist schon etwas in die Jahre gekommen. Aus der Duschkabine läuft Wasser. Frühstücksbüffet ist normal. Betten, Sauberkeit Lage und Freundlichkeit sind sehr gut. Der Frühstücksraum steht den ganzen Tag auch als Aufenthaltsraum mit gutem Kaffee offen.

Kommt man vormittags bei sommerlichen Temperaturen aus dem Hotel, setzt sofort Urlaubsfeeling ein. Schöne Stadthäuser mit den farbigen oder ausgebleichten Fensterläden und der Hafen (Vieux Port). Im Jahr 1978 hat es in Monaco auch noch so ausgesehen. 
Schöne alte Häuser mit den typischen Fensterläden
Schöne Gebäude aus früheren Tagen

Vieux Port in Marseille (Alter Hafen)
Vieux Port in Marseille (Alter Hafen)

Die einheimische Bevölkerung hat wahrscheinlich überwiegend nordafrikanische Wurzeln. Zumindest das Personal in unserem Hotel zu 100 Prozent. 

Weil es am Morgen noch angenehme Temperaturen gibt, wandern wir zur „Notre Dame de la Garde“ hoch. Eine wunderschöne Basilika. 
Glockenturm der Basilika erinnert mich an den Giralda in Sevilla
Glockenturm der Notre Dame de la Garde

Notre Dame de la Garde innen
Notre Dame de la Garde innen

Blick von Notre Dame de la Garde auf Marseille
Blick von Notre Dame de la Garde auf Marseille

Vom Berg der Basilika sieht man die ganze Stadt und den Häfen.
Straßenbahn in Marseille
Straßenbahn in der Cr Belsunce - unser Hotel ist in der Straße

Straßen in Marseille
Straßen in Marseille sind nicht immer schön

Auf dem Weg vom Bahnhof St. Charles zum Hafen
Auf dem Weg vom Bahnhof St. Charles zum Hafen

Arc de triumph in Marseille
Arc de triumph in Marseille
Nicht nur Paris hat einen Arc de Triumph. Für einen Stadtbummel war es schon ganz schön heiß. Wir sind froh, dass wir morgen für 5 Tage ans Meer fahren. Per SMS haben wir unsere Ankunft am 21.5. mit Ingrid und Xavier vereinbart. 
Abendessen im Bodrum (Marseille) immer mit kostenlosem Leitungswasser
Abendessen im Bodrum (Marseille). Immer mit kostenlosem Leitungswasser

Beim Abendessen bekommen wir sofort nach dem Bestellen eine Flasche Leitungswasser mit Gläsern. Auch wenn man sonst nichts trinkt.

Vieux Port mit Blick auf die Basilika am Abend
Vieux Port mit Blick auf die Basilika am Abend

Goldene Sonne abends am Mittelmeer. Aber kalter Wind, nur mit Jacke auszuhalten.

Mit dem Nahverkehrszug heute um 11:51 Uhr nach Sausset abgefahren. Im Zug sitzen wenn möglich die Leute links, um das Meer mit der felsigen Landschaft zu bestaunen. In Carry le Route sind beim Aussteigen zwei ältere Herrschaften zum Teil schwer gestürzt. Die Bahnsteige sind hier nicht barrierefrei  - im Gegenteil. Wir mussten 35 Minuten warten bis der Rettungsdienst eingetroffen ist. In Sausset angekommen hatten wir zunächst Orientierungsprobleme. Aber dann waren doch von der schönen Wohnung überrascht. Xavier hat uns unterwiesen. Auf Englisch konnten wir uns gut verständigen. Wir sind alleine im Haus, eigentlich zwei Doppelhaushälften. Die Vermieterin des Airbnb ist die Eigentümerin dieses Anwesens.

Zugang zu unserem Airbnb
Zugang zu unserem Airbnb

Küche
Küche

Wohnzimmer
Wohnzimmer
Bei den Supermärkten Lidl und Carrefour haben wir eingekauft. Und gleich das Meer gefunden.
Hafen von Sausset-les-Pins
Hafen von Sausset-les-Pins

Strand in Sausset-les-Pins
Strand in Sausset-les-Pins

Heute, am Freitag sind wir mit dem Zug (1h50 einfach mit Umstieg in Miramar) nach Arles. Eine wunderschöne römische Stadt. Die 28 C Hitze läßt sich in den alten schattigen Gassen aushalten. Und es gibt sehr guten Café. Zurück über den Flughafen von Marseille (1h20). Übrigens: in Frankreich werden die Gleise anders als in Deutschland gezählt/nummeriert. Das vom Bahnhofsgebäude am entferntesten liegende Gleis erhält die Nummer 1. Das hat uns ganz schön verwirrt. 




Straße in Altstadt von Arles
Altstadt in Arles

Römisches Theater in Arles
Römisches Theater in Arles

Kirche (ehem. Kloster) in Arles
Kirche (ehem. Kloster) in Arles


Gasse in der Altstadt Arles
Altstadt Arles

Rhone in Arles
Vom Bahnhof Arles Zentrum kann man an der Rhone in die Altstadt spazieren

In Frankreich gibts auch so was wie das Bayerticket. 25 € für 2 Erwachsene. Gilt in der Region Département 13, Buches-du -Rhone, für Regionalzüge. Am Freitag sind diese Expresszüge zwischen Narbone/Avignon und Marseille überfüllt. Wir mussten feststellen, daß der Nahverkehr der Eisenbahnen in Deutschland insgesamt besser organisiert ist als hier in Südfrankreich. Manchmal ist man am Bahnhof völlig orientierungslos, weil das Namensschild des Bahnhofs nicht sichtbar ist oder die Bezeichnung des Bahnsteigs total versteckt ist. In Verspätungen und Zugausfällen waren wir schon am 2.Tag des Reisens eingebunden.

Am Samstag zieht es hier alle an das Meer. Die Parkplätze sind belegt. Es gibt in Sausset keinen Sandstrand, nur Kies und Fels. Dafür ist das Wasser klar. Wir gehen mit kurzen Hosen ins Meer. Es dürfte maximal 19 C haben. Die Badelatschen bleiben dran. Mutige schwimmen im Meer, manche mit Neopren.

Kiesstrand mit Steinen und Felsen in Sauset-les-Pins
Herrliches Wetter am noch kalten Mittelmeer (Cote Bleue)

Cote Bleue Strand mit Blick nach Marseille
Cote Bleue Strand mit Blick nach Marseille

Sonntag ist Markttag hier. Da sind zwei Straßen dafür gesperrt. Sogar unser Bäcker (Boulangerie) bietet sein Brot offen auf der Straße an. 
Marktstand mit Austern in Sausset-les-Pins am Sonntag
Marktstand mit Austern in Sausset-les-Pins am Sonntag

Wir kaufen dort heute für unser Mittagessen ein. Die Preise sind nicht anders als in lokalen Geschäften oder sogar billiger. Wir zahlen 14 € für recichlich gegrillten Fisch und Kartoffel.

der Grillmeister grillt unser Mittagessen
Hier wurden unsere Sardinen und der Tintenfisch gegrillt

Gemüsse auf dem Sonntagsmarkt in Sausset-les-Pins
Gemüsse auf dem Sonntagsmarkt in Sausset-les-Pins

Leben wie Gott in Frankreich - Mittagessen vom Sonntagsmarkt
Zuhause in der Ferienwohnung

Sardinnen mit Kopf und Schwanz verspeist
Sardinnen mit Kopf und Schwanz verspeist

Unser Bäcker in Sausset-les-Pins
Unser Bäcker mit superweichen Baguettes

Beim Kauf der Sardinen hat uns die Verkäuferin einiges über die Gegend und den Ort in Englisch erzählt. Im Juli/August sei auf dem Markt und in der ganzen Stadt alles total überfüllt. Ihre deutsche Freundin aus Köln wohne in Carry-le-Rouet. Nach Nuolin, hier an der Küste, solle man auf jeden Fall hinfahren. Wunderbare Ausblicke auf Marseille und die Calanques, sagte sie.
Wir hatten das Gefühl, dass sie sich über unsere Unterhaltung mehr gefreut hat, als über den Kauf (gegrillte Sardinen, Kartoffel und Tintenfisch für 14€). 
Dieser Sonntagsmarkt ist sehr authentisch. Uns hat er sehr gut gefallen. Die Boulangerie konnte heute kaum soviel Baguette backen, wie gekauft wurden. Eine mittlere Größe von einem Baguette hat uns 1,10€ gekostet. Ich konnte mir aussuchen, ob ich stark gebacken oder hell (blanc) will. Sehr weich und hat ausgezeichnet geschmeckt.

Ältere können Englisch in Sausset-les-Pins. Aber  junge Leute manchmal auch nicht. 
Am Pfingstmontag und vorletzter Tag in Sausset gehen wir zum Abschluss mittags in das französisches Restaurant L‘Amphore.  am Hafen. Es ist auf Tripadvisor gut bewertet. Wir haben 2 Tage vorher reserviert und nun das menu für 34€ gewählt. Die Bestellung war etwas schwierig, weil der Service, auch nicht die jungen, kaum Englisch gesprochen hat und das menu nochmals unterteilt ist. Bei der Bestellung des dessert hat uns auch der freundliche Tisch mit vier Damen geholfen.  Aber vom Essen, der  Freundlichkeit des Personals und der Stimmung im Restaurant waren wir positiv überrascht. Wahrscheinlich können wir jetzt zwei Tage nichts mehr essen. 

Es war köstlich. Leben wie Gott in Frankreich!!
Getränke und kleine kostenlose Vorspeise in L'Amphore in Sausset-les-Pins
Carafe d'eau du robinet wird immer beim Essen in Frankreich kostenlos gereicht

Salat als Vorspeise zum Menu
Vorspeise des Menüs

Hauptgericht Steak medium
Hauptgericht Steak medium

Nachspeise Mystere - köstlich
Nachspeise Mystere - köstlich

Limoncelleo kostenlos nach dem Dessert
Limoncelleo kostenlos nach dem Dessert
L‘addition für zwei Personen 74,50€ + 5,5€ Trinkgeld. Wir verweilten mehr als 2 Stunden im Restaurant. Und der Limoncello ging aufs Haus. Es war am frühen Nachmittag sehr heiß und in der Sonne nicht auszuhalten. Zuhause haben wir dann versucht das viele Essen zu verdauen. Nach 18:00 sind wir zum letzten Mal ans Meer für gut zwei Stunden.
Es ist ruhig geworden am Pfingstmontag, sogar das Meer. Wunderbar. 
Der Autor dieses bloggs am Strand von Sausset-les-Pins
Der Autor dieses bloggs am Strand von Sausset-les-Pins

Das Abendessen ist so gut wie ausgefallen!!
 
Heute, Dienstag, 26.5., sind wir früh aufgestanden, um alles klar zu machen für die Vorletzte Etappe nach Marseille und Aix-en-Provence. Der Hausmeister Xavier kam erst um 9:06 zu Übergabe obwohl ich Martine geschrieben habe, dass wir um 09:05 zum Bahnhof gehen müssen. Ich glaube, er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er es mit der Sauberkeit nicht so genau genommen hat. Am LagGare de Sausset les Pins wollten wir mit dem Aufzug zum Bahnsteig  1 (vois 1). Ging nicht, da Aufzug nur für die Überführung der Gleise zum Autoparkplatz gebaut wurde. Hier muss man noch wie früher über einen Bohlensteg zum anderen Bahnsteig. Der Zug war voll bis Marseille St. Charles. Im Hotel Marsiho konnten wir unsere zwei Koffer einstellen. Dann wieder zum Bahnhof marschiert und um 11:23 mit dem Zug nach Aix-en-Provence gefahren. Dort hattes im Schatten ca. 32 C.  Sehr viele Touristen und Schulklassen waren dort unterwegs. Typisch südfranzösische Stadt mit schönen alten Gebäuden. Aber hier extra herkommen muss man eigentlich nicht. Für die heutigen Zugfahrten hatte ich wieder online das 25 € Ticket (Pass Journée Bouches-du-Rhône) online gekauft.
Auf dem Weg vom Bahnhof Aix-en-Provence in die Stadtmitte
Aix-en-Provence

Altstadtstraße "Victor Hugo" in Aix-en-Provence
Altstadt in Aix-en-Provence

Marktplatz in Aix-en-Provence
Marktplatz in Aix-en-Provence
Schönes Cafè in Aix "Mon Bar"
Schönes Cafè in Aix

Café in Aix
Schattiger Platz in Aix mit Cappuccino und Cafe Allonge
 
Cappuccino und Cafe Allonge bekommt trotz Hitze gut.
Au Revoir Aix, Bonjour Marseille.
 
An der Rezeption hat die freundliche junge Angestellte sofort Marianne wieder mit einem netten Lachen erkannt. Sie bot uns ein kleines Erfrischungsgetränk mit Gurke an. Furchtbar!!
Nachdem wir im Zimmer alles ausgepackt hatten, sind wir in den Frühstücksraum und gönnten uns noch eine Kaffee und etwas Süßem.

Wir waren dann wieder ganz froh, die Ferienwohnung mit einem Hotelzimmer getauscht zu haben. Obwohl es sicher nicht das beste in Marseille ist. 

Marseille ist eine Stadt mit total unterschiedlichen Kulturen und Einkommensunterschieden, direkt Straße an Straße. Hier in dieser Straße (Bild unten) entstand die französische Nationalhymne. Die Gegend dort und das Memorial sind heruntergekommen. 

Bild zeigt die Ehrentafel (Monument) der französischen Nationalhymne
Hier ist einst die Nationalhymne Frankreichs entstanden

Wohn- und Einkuafs-/Marktstraße Marseille
Wohn- und Einkuafs-/Marktstraße Marseille

Schöner Platz zum Essen im mediteranen Marseille gleich neben dem Vieux Port
Happy hour ein Bier für 5 €. Der Burger mit Pommes haben nicht geschmeckt (2 Personen 40 €)

Statt Wein zum Abschluss ein Helles. 

Heute, Mittwoch 27.5., hat man beim Aufstehen gleich die Message der DB auf dem Handy, dass der IC von Karlsruhe nach Nürnberg, Abfahrt 15:06 Uhr, wegen einer technischen Störung am Zug ausfällt. Gottseidank nicht der TGV ab Marseille. 
Um 6:50 Uhr verlassen wir das Hotel, um noch vor dem Bahnhof ein Frühstück zu bekommen. Herrliches Wetter und noch angenehme Temperaturen. Um diese Zeit werden die Straßen Marseilles gereinigt. Wir müssen kurz warten bis die Wasserstrahlen aus dicken Schläuchen nicht mehr in unsere Richtung spritzen. Der ganze Müll von Gehwegen und Straße wird dann vom Müllfahrzeug geschluckt. Tauben nehmen sich noch was davon.
Der Barista hat noch geschlossen. Gestern hat er mir noch mit seinen Fingern gesagt, dass er zwischen 6 und 7 Uhr aufmacht. Im Carfour daneben gibt’s noch nichts Frisches. Nur Wasser und ein Baguette von gestern. Am Bahnhof noch 2 Cappuccino und 2 Croissants für 13,90 € im Pappbecher erstanden. Der Gare de Marseille-St. -
Charles schläft um diese Zeit noch. Größernteils nur Fernreisende. 20 Minuten vor Abfahrt wird der Zugang zum Bahnsteig freigegeben. Nachdem der Barcode meines App-Tickets nicht funktioniert, öffnet das Personal die Schranke manuell. Marianne gleich hinter mir. Ein freundlicher Eisenbahner gibt uns noch Kofferanhänger zum Beschriften. Der Zug ist bei der pünklichen Abfahrt sehr gut gereinigt und wir fahren rückwärts, die Koffer auf der Ablage hinter uns. Drei kleine laute Kinder in unserer direkten Nähe bis Deutschland. Gute Klimaanlage. Geschwindigkeit zwischen Aix und Lyon: 250-300 km/h. Danach über längere Zeit nur  80- 130km/h. Nach Salon-sur-Saône 320 km/h. Im Elsaß 130 bis maximal 240 km/h. Bisher plan oder jede Verspätung wieder aufgeholt. Die WCs sind nicht immer gut gepflegt. Mal keine Seife, kein Papier oder der elektrische Trockner funktioniert nicht. Servicepersonal ist an Board. Wegen der Verspätung erlaubt mir ein deutscher Zugbegleiter bis Frankfurt im Zug zu bleiben und von dort nach Nürnberg zu fahren. 

Zur Entspannung gehen wir bis Straßburg eine Stunde auf zwei Kaffee ins Bistro und schauen uns das vorbeifliegende Elsaß san.

Im Bistro des TGV mit Kaffe mit Blick ins Elsass
Im Bistro des TGV mit Kaffe

Es kam wieder anders. Eine Stunde vor der Ankunft in Karlsruhe sehe ich in der Suche, dass ein Ersatzzug bis Nürnberg eingesetzt wird. Eine Meldung erhalte ich nicht. Nach den Verspätungsmeldungen hätten wir den Zug eigentlich nicht erreichen können. Aber es klappt bedingt. In Stuttgart müssen wir auf den Original-Zug umsteigen. 4 x wurde noch das Gleis des IC nach Nürnberg gewechselt bevor wir in Stuttgart ankamen.
 
In Ansbach sind wir 14 Minuten verspätet angekommen. Es reicht locker für die S-Bahn nach Nürnberg um 18:14 Uhr mit Ankunft in Nürnberg-Stein. Um 19:00 Uhr sind wir wieder in unserer Wohnung 😀. Genau 12 Stunden später als wir das Hotel in Marseille verlassen haben. 
Eine gute Leistung der SNCF und DB👍, auch wenn es einem nicht leicht gemacht wird.🙏 

Eine sehr schöne Reise geht zu Ende 😎😎

Zusammenfassung Unterkunft/Kosten mit Lage: 
 In Marseille waren wir zwei Nächte (275,04 € inkl. Frühstücksbuffet)  bevor wir zu unserer Ferienwohnung (Airbnb  Gästehaus) nach Sausset-les-Pins weiterreisten (5 Nächte, Gesamtpreis 602,88€ - ohne Verpflegung). Am 26./27. Mai vor der Rückfahrt (112,32€ inkl. Frühstücksbuffet) übernachteten wir hier noch einmal. Gesamtkosten Urlaub Côte Bleue: ca. 1.700 €. Wir hatten insgesamt 2 kleine Tagesrucksäcke (Gesamtgewicht: 5,3 kg/3,3 kg) und 2 Koffer (Gesamtgewicht: 14,1 kg/6 kg) mit einem Gesamtgewicht von 28,7 kg dabei, davon aber ca. 3 kg Wasser und Brotzeit 😀.
 
 Sausset liegt ca. 35 km westlich von Marseile direkt an der Côte Bleue. Eine ARD-TV-Sendung "Eisenbahn-Romantik - Mit dem Zug entlang der Côte Bleue" hat uns hierher geführt.
 
Klicken: Côte Bleue mit Marseile, Rhone-Mündung - Sausset les Pins
Marseille - Côte Bleue - Camargue - Bouches-du-Rhône - Sausset-les-

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