Im Sommer 2026 mit Interrail nach Kopenhagen, Stockholm und Göteborg.
Einleitung
Im Dezember 2025 haben wir uns online zwei 1. Klasse Global-Interrailpässe (Senioren) für 5 Tage in einem Monat gekauft. Den ersten Gültigkeitstag des Passes bestimmt man innerhalb von 11 Monaten selbst. Im Frühjahr und im Spätherbst bietet Interrail.com Sonderangebote.
Das Ziel ist Skandinavien. Wir fahren die Strecke Nürnberg - Hamburg - Kopenhagen - Stockholm - Göteborg - Kopenhagen - Nürnberg. Zunächst nehmen wir ein normales Bahnticket 2. Klasse von Nürnberg nach Hamburg mit Reservierung. Nächsten Tag mit Interrail ab 10:30 Uhr. Bei Hamburg bis Kopenhagen (und zurück) habe ich zwei Sitzplätze von der DB für 13 € gebucht. Für die Züge nach Stockholm und Göteborg nahm ich hierzu die App der schwedischen Bahn (sj.se). Die Reservierungsbestätigungen sind online in der App und ausgedruckt mit dabei. Die Reservierungen in Schweden mit Interrail für die 1. Klasse sind deutlich teuerer als in Deutschland (ca.30 € für 2 Sitzplätze). Während die "normalen Fahrkarten" in Schweden die Sitzplatzgebühr beinhalten.
Die Sitzplatzreservierungen von Nürnberg nach Kopenhagen und zurück habe ich bereits im Februar gebucht. Das hat zur Folge, dass ich alle 2- 3 Wochen Änderungsmitteilungen der DB zum Fahrplan per E-Mail erhalte: "Ihre Verbindung ist nicht mehr fahrbar", usw. Für die Hinfahrt hatte ich zwei kostenlose Änderungen, für die Rückfahrt "drei". Zum Glück haben wir uns schon vorher entschieden, eine zusätzliche Nacht in Hamburg für die Anreise nach Kopenhagen einzulegen. Zu den Zugverbindungen in Dänemark und Schweden habe ich bisher keine Fahrplanänderungs-Mitteilung erhalten. Im Chat mit sj.se wurde mir geschrieben, dass die Reservierungen erst möglich sind, wenn die Planungen für die Baumaßnahmen abgeschlossen sind. Wichtig: das Interrailticket ist ein Flexpreis-Ticket!
Die engagierten DB-Mitarbeiter/innen in der "Schalterhalle" im Nürnberger Hbf waren mehrfach meine Anlaufstelle, um die kurzfristigen Änderungsmitteilungen der Bahn zu verstehen. 120 Stunden vor Reisebeginn habe ich mir dort für die Rückfahrt von Kopenhagen eine neue kostenlose Ersatz-Reservierung abgeholt.
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| Reiseroute Nürnberg - Schweden - Nürnberg |
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1. Etappe
Nürnberg - Hamburg (30. - 31. Juli)
Beim morgendlichen Einschalten des Handys plopt die Bahnmitteilung "Zug fährt mit verringerter Anzahl von Sitzplätzen" auf, und dass unsere Sitzplätze im selben Zug auf ander Plätze umgebucht wurden - hoffentlich. Der Bus geht um 09:43 Uhr zur U2 und dann ab Hauptbahnhof um 10:30 Uhr mit ICE 682/ICE 74 (Hannover) nach Hamburg. Die S-Bahn nach Nürnberg-Hbf ist mir zu unsicher (17 Minuten Umsteigezeit). In Nürnberg soll es heute +36 C heiß werden. In Hannover kommen wir pünktlich zum Umstieg an. Mindestens 32 C hier - puh! Kurz vor Hamburg (Winsen (Luhe) dann die Durchsage, dass ein „Metronom“ - Zug seinen Stromabnehmer verloren hat und die Bahnanlage brennt. Wir fahren jetzt eine Umleitung über Maschen nach Hamburg. Trotzdem wären wir nur 15 Minuten verspätet gewesen. Aber wegen Gleisbelegung wurden es dann um 15:57 Uhr fast 30 Minuten Verspätung. Egal, alles gut gegangen. Nur die vielen kleinen Kinder nervten im Ruhebereich. Es ist sehr heiß in Hamburg !! Die Bushaltestelle Spitalerstrasse am Hauptbahnhof gegenüber haben wir schnell erreicht. Nach 2 Stationen beim Hampton in der Nordkanalstrasse.
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| Blick aus dem Fenster bei Hampton by Hilton Nordkanalstraße |
Schönes Zimmer am Kanal ohne Straße . Abendessen an den Colonaden beim Italiener. Unterdessen gab es einen heftigen Gewitterregen.
2. Etappe
Kopenhagen (31. Juli - 2. August)
Ausgiebig und gut gefrühstückt geht es mit dem 12-er Bus zum Hauptbahnhof. Zunächst gibt sich die Deutsche Bahn wieder alle Mühe, das negative Image zu festigen. Kurz vor der planmäßigen Abfahrtszeit des ECE (Eurocityexpress) nach Kopenhagen (10:30) auf Gleis 12 fährt der ICE nach Westerland ein und bleibt dort stehen. Keine Anzeige oder Durchsage. Um 10:43 fährt der dänische ECE auf Gleis 11 am selben Bahnsteig ein. Wieder keine Ansage und keine Anzeige. Aber die Massen machen sich trotzdem auf, um einzusteigen. Erst dann kommt die Information der Bahn. Wir haben Gottseidank unsere Sitzplätze in der 1.Klasse eingenommen. Da auch noch Reisende im Zug aufgenommen werden, die einen ausgefallenen Vorzug reserviert hatten, ist unser reservierungspflichtiger Zug überbelegt. Das sagt die deutsche Zugchefin . Unser Zug mogelt sich um Hamburg herum Richtung Norden. Hamburg Altona wird von einem Sackbahnhof zum Durchgangsbahnhof umgebaut und so befahren wir erst wieder ab Pinneberg die Hauptstrecke. Zwischen zwei S-Bahn- Bahnhöfen stehen wir mindestens 30 Minuten - ohne Durchsage. Der DB-Navigator meldet nur 10 Minuten Verspätung für Kopenhagen.
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| Ticket nach Kopenhagen |
Kurz vor dem Grenzbahnhof Padborg kommt die energische Stimme der Zugchefin, dass alle Reisenden den Zug verlassen müssen. Unser Zug fahre nach Hamburg zurück. Ein Grund wird nicht genannt, nur „Ereignis“. Wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen …
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| Bahnhof Padborg (Dänemark - Grenze) |
Wegen der Einreise-Grenzkontrollen in Dänemark werden nur zwei Türen geöffnet. Wir stehen am kalten Bahnhof und warten eine halbe Stunde bis ein kurzer dänischer Nahverkehrszug einfährt. Wir bekommen noch zwei Sitzplätze. Es dauert dann nochmal eine halbe Stunde bis sich der vollbesetzte Zug in Bewegung setzt. Der Nahverkehrszug hält nur an den planmäßigen ECE-Halten. Die Lautsprecher-Durchsagen kommen in Dänisch und schwer verständlichem Englisch. Zwischendurch kam auch die Durchsage den übervollen Zug zu verlassen und den Bus zu nehmen. Gerade sehe ich die Zugbegleiterin und frage sie, ob und wann wir mit diesem Zug Kopenhagen erreichen. Sie sagte ja und nur 30 Minuten Verspätung. Wir lassen uns darauf ein und sehnen uns der Hauptstadt Dänemarks entgegen. In Odense regnet es.
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| Bahnhof Odense bei Regen |
Bei Nyborg über den „Großen Belt“.
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| Mit dem Zug über den "Großen Belt" |
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| Insel Seeland erreicht |
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| Getreidefelder soweit das Auge reicht |
1,5 Stunden Verspätung in Kopenhagen. Wir sind froh, dass alles noch im Rahmen geblieben ist. Unser Comfort Hotel Vesterbro ist kein Komfort-Hotel. Beim Preis pro Nacht mit Früstück schon. 200€ !! Aber Kopenhagen ist auch die teuerste Stadt, in der ich jemals im Urlaub war. Wir sind müde.
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| Tivoli - Kopenhagen Hbf gegenüber |
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| Kopenhagen Hbf oder Centralstation |
Der Frühstücksraum ist mit ungefähr 150 Menschen überfüllt. Marianne findet noch einen Tisch. Kaffee gibt es nur aus großem Bottich. Ansonsten 35 Kronen für was besseres. Wir finden alles, was wir brauchen. Der Ginger shot hatte es in sich. Wir kaufen uns kein Tagesticket für die Stadt, sondern wollen uns bewegen.
Kopenhagen beeindruckt mit Kirchen, Häusern, Plätzen und Schlössern. Aber auch die großen Fußgängerzonen sprechen für die Stadt. Nervig sind die vielen Radfahrer, die auf ihre Vorfahrtsrechte bestehen und dich überfahren, wenn du den Radweg kreuzt.
Das Rathaus, die deutsche Petri Kirche oder Trinitas Kirche haben wir innen bewundert. In der Petri Kirche spricht uns eine Kirchenmitglied an (wahrscheinlich Guide) und erklärt die Geschichte und heutige Bedeutung. Sie sei in München aufgewachsen, sagt sie. Dann kommt noch ein Nürnberger hinzu und redet ungefragt sein Wissen über die Geschichte Nürnbergs. Interessant, dass die Glocke von einem Glockengießer aus Nürnberg im frühen 18. Jahrhundert gegossen wurde.
In den Schlössern waren wir nicht drinnen. Die machen von außen genug Eindruck. Schloss Rosenborg mit dem königlichen Garten, Schloss Amalienborg mit Wachwechsel oder das gigantische Schloss Christiansborg. Die kleine Meerjungfrau war nicht weit vom Schloss Amalienburg, so dass wir auch noch die besucht haben. Heute ist Samstag mit angenehmen Temperaturen, so dass die Stadt mit Touristen voll war.
Die Zimt-Schnecke in einem netten Café durfte nicht fehlen. In 15.000 Schritten ist alles zu machen 😧
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| Rathaus in Kopenhagen |
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| Weiland Gewesner - Glockengießer aus Nürnberg |
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| Deutsche Sankt Petri Kirche in Kopenhagen |
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| Dänische Trinitas Kirche |
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| Häuserfront Kopenhagen |
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| Königlicher Garten Schloss Rosenborg |
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| Schloss Rosenborg |
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| Schloss Rosenborg |
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| Schloss Amalienborg |
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| Schloss Amalienborg -Wachablösung 12:00 Uhr |
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| Auf dem Weg zur "kleinen Meerjungfrau" |
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| "Kleine Meerjungfrau" |
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| Dänische Zimtschnecke |
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| Stroget - Fußgängerzone am Samstag übervoll |
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| Schloss Christiansborg |
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| Kunst in Kopenhagen |
Heute Abend wollen wir einen typischen dänischen Hot Dog essen. Trotz 4 km herumlaufen so etwas nicht gefunden. Die Dänen gehen zwar am Samstag aus, aber vor allem Fleisch steht auf den Tischen. Bier trinkt man überall. Es sind viele Bars, die nur Getränke verkaufen., Es ist warm (20-25 C), die Leute sitzen draußen. Leider fanden wir keine Hot Dog. An 2 Abenden Fast Food gegessen. Einmal Döner und heute Pizza mit Salat. Bei der Rückfahrt haben wir noch einen Versuch. Wir sind nach 21.000 Schritten sehr müde und sind um 21:00 im Bett. Unser Lieblingsbier: Tuborg Classic. Heute zu Pizza ein Large bestellt. Das waren 0,6 Liter. Preis für 2 = 150 Dkk = 20 €.
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| Unser "Comfort Hotel Vesterbro" , kanpp 200€ die Nacht |
3. Etappe
Stockholm (2. - 5. August)
Heute schon um 7:30 Uhr zum Frühstück und genügend freie Tische. Das beste an unserem Hotel: wir sind zum Innenhof untergebracht. Deshalb sehr ruhig. In 10 Minuten zu Fuß zum Centralstation. Genügend Zeit bis zur Abfahrt um 09:44 Uhr nach Malmö. Bei der Einfahrt des Zuges fällt mir auf, dass die 1.Klasse nicht wie angegeben bei der Lok vorne ist. Ich frage eingestiegene Fahrgäste, ob das der Zug nach Malmö ist. Aber die wollen alle zum Flughafen und wissen nicht, wohin der Zug noch fährt. Steige aus und frage den Lokführer durchs Fenster. Dieser sagt ja und schließt die Türen des Zuges. Ich bitte ihn die Türen nochmals zu öffnen, weil meine Frau schon im Zug ist. Er sagt nein und fährt weg. So ist Marianne alleine mit unseren 2 Koffern und 2 Rucksäcken auf dem Weg nach Malmö. Dort müssen wir nach Stockholm umsteigen. Ich spreche auf dem Bahnsteig einen Dänen an, der mir hilft die nächsten Fahrmöglichkeiten nach Malmö zu recherchieren. Und er rät mir den nächsten Eilzug nach Malmö um 10:14 Uhr zu nehmen. Dort habe ich genau 12 Minuten Zeit zum finden des Schnellzuges nach Stockholm. Ich erzähle ihm mein Missgeschick. Er sagt, dass die Züge in Schweden pünktlich abfahren müssen, da sonst das System nicht funktioniert. Zwischenzeitlich ruft mich Marianne an. Wir vereinbaren, dass wir uns am Gleis 5 nach Stockholm in Malmö treffen wollen. Sie kommt mit Hilfe eines schwedischen Bahnmitarbeiters trotz des vielen Gepäcks nach Gleis 5. Ich komme planmäßig in Malmö um 10:55 Uhr an und muss vom modernen Tiefbahnhof zu Gleis 5 nach oben. Um 11:00 Uhr steigen wir gemeinsam ein und gehen zu unseren komfortablen Sitzen im 1.Klasse Großraumwagen. Glück gehabt! Die Überfahrt auf dem Öresund konnte ich nicht genießen 😌.
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| Über den Öresund mit der Bahn |
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| Nach der Überquerung des Öresunds steigt man in Malmö auf den Schnellzug nach Stockholm um |
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| Angenehme Reise mit einem modernen Schnellzug der Schwedischen Staatsbahn |
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| Sitzplatzreservierung in der 1. Klasse Großraumwagen mit Tisch |
In der 1.Klasse ist in diesem Zug der Kaffee, das Wasser und Obst in der Selbstbedienungsecke frei. Angenehme Sitze und gut verstellbar zum Lesen oder Schlafen. Wohnzimmerfeeling. Die Lautsprecherdurchsagen sind fast ausschließlich in schwedischer Sprache. Viel Wald und kleine oder größere Seen fliegen vorbei. Die Neigetechnik des Zuges ist gut zu spüren bei 200 km/h. Unsere Züge fahren alle nach Plan. Auf der SL-App (Stockholm) kaufen wir uns das 72 Stunden-Ticket Ü 65 für 220 SEK (20 €) pro Person. Die U-Bahn finden wir nicht sofort am Hauptbahnhof, weil T-Centralen (U-Bahn-Station) etwas daneben liegt. 4 Stationen zur Unterkunft nach Södermalm, Hotel Hellstens Malmgard (U-Bahnhof Zinkensdamm). Der nächste Schock im Hotel. Die Rezeptionistin gibt uns einen Speicher (Spitzboden) mit schmaler Treppe als Doppelzimmer. Frechheit! Ich moniere und bekomme ein kleines romantisches Zimmer im 2.Stock. Der Stadtteil (Insel Södermalm) ist ganz nett. Viele Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants mit Mietshäusern. Wir kaufen Wasser, essen eine Kleinigkeit und fahren mit der U-Bahn in die Innenstadt. Grandios, was hier an Schlössern. Kirchen und Museen aneinander gereiht ist oder fast im Wasser steht. Nach den vielen negativen Ereignissen ist Stockholm auf jeden Fall die Reise wert.
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| Im Zug nach Schweden/Stockholm - Blick aus dem Fenster |
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| Historische Häuser auf der Stadtinsel "Gamla Stan" |
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| Wachablösung am königlichen Schloss Stockholm |
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| Postkartenidylle in Gamla Stan, nahe Schloss |
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| Wunderschöne Bauten auf den Stockholmer Inseln |
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| "Tunnelbahnen" in Stockholm (U-Bahn) |
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| Zimmer im Hotel Hellstens Malmgard auf Södermalm |
3.8.2026: Frühstück nicht so toll. Überfüllter Kellerraum ohne Fenster. Wir sind gut satt geworden. Kaffee aus dem Bottich. Anschließend mit U-Bahn und Bus (176 oder 177) zum Schloss Drottingsholm gefahren. Im Südflügel wohnt der König Karl Gustav mit der Sylvia. Wir haben das historische Schloss auch innen besichtigt. Die Privaträume des Königspaares kann man nicht besichtigen.
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| Königliches Schloss Drottningsholm |
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| Königliches Schloss Drottningsholm |
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| Der Organisator der Reise vor dem Königlichen Schloss Drottningsholm |
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| Wachablösung am Schloss Drottningsholm |
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| Stadtfähre (SL) im Ticket mit drin |
Nachmittags sind wir mit der öffentlichen Fähre (Linien 80 und 82) noch herumgeschippert. Abends beim Iren noch Fisch &Chips gegessen. Toller Tag! Einen Grillkiosk mit coolen Namen haben wir noch gesichtet 😀 Um 20:00 Uhr vom Aussichtspunkt der Insel Södermalm den Blick über Stockholm
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| Schöner Aussichtsplatz auf dem Berg in Södermalm |
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| Straße auf Södermalm |
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| Grillhäuschen gibt es mehrfach auf der Insel Södermalm |
Am Dienstag, 4.8. sind wir nach Tipp unseres Reisebuches den Wanderweg eines längst verstorbenen Schriftstellers gewandert. Die Aussicht auf die Stadt Stockholm ist gut. Aber ansonsten nichts besonderes bis auf eine kleine schöne Kirche. Kaffee und Gebäck nach einer Mittagspause. Anschließend noch nach Gamla Stan gefahren. In den Shops und Kaufhäusern nichts zum Kaufen entdeckt.  |
| Kirche in Stockholm-Ersta |
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| Schriftsteller-Wanderweg mit Blick auf die Altstadt von Stockholm |
Straßenmusikant in Stockholms Fußgängerzone
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| Das Afterwork-Bier gibt es überall in Stockholm |
4. Etappe
Göteborg (5. - 7. August)
Heute fahren wir ab 11.17 Uhr nach Göteborg. Der Schnellzug ist schon etwas älter und fährt 5 Minuten verspätet ab. Reservierte Plätze sind nicht angezeigt. Der Zug ist nicht ausgebucht. Es gibt Kaffee, Obst, Wasser kostenlos in einer Ecke des ersten Wagens. Fahrkartenkontrollen gibt es offenbar nicht in den Zügen mit Reservierungspflicht. Ca. 1/3 der Strecke ist der Schnellzug auf eingleisiger Strecke unterwegs. Am Fenster ziehen Wälder, Seen und landwirtschaftliche Flächen vorbei. Viehzucht oder Getreide. Gut 5 Minuten verspätet erreichen wir Göteborg.
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| Unser Zug nach Göteborg in Stockholm bei der Einfahrt |
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| Unsere Strecke von Stockholm nach Göteborg |
Gottseidank endlich, das erste gute Hotel in Skandinavien - Hotel ODIN, direkt neben dem Hauptbahnhof von Göteborg, 138 € pro Nacht mit Halbpension. Und Fenster zum Innenhof. Heute um 18:00 Uhr gleich Köttbullar😆 . Mit Salatbuffet, Suppe. Ausgezeichnet! Anschließend noch in die Stadt, um zum Göta Älv (Fluß in Schweden) zu kommen. Wegen Bauabasperrung nur zum Biergarten bei angenehmen Temperaturen gekommen. 0,4 l Draft-Bier kosten über 7 €. Um 21 Uhr wieder im Hotel.
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| Biergarten in Göteborg, 20 Minuten Fußweg vom Hotel |
Frühstück im Hotel Odin ist vielfältig. Familien mit kleinen blonden Kindern sind um 8:00 Uhr mindestens 1/3 der Gäste. Es fällt uns auf, dass es trotzdem relativ ruhig ist. Hundesitzer sitzen beim Frühstück im Freien. Draußen weht ein kräftiger Sturm bei Sonne und Wolken. Kalt ist es nicht. Aber eine Bootsfahrt in den Schären ist nicht möglich. Västlänken (Eisenbahngroßprojrkt West Link) und das neue Quartier Karlastaden sind riesige Baustellen, die uns sehr hindern zu Fuß an den Göta Älv zu gelangen.
Vor fast genau 50 Jahren war ich als Matrose der Bundesmarine schon einmal ein Wochende auf dem „Zerstörer 5“ hier im Hafen. Aber der Hafen ist jetzt anders. Damals konnten wir von der Brücke des Schiffs auf die Häuser schauen. Heute umgekehrt. Der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens steht jetzt in Göteborg.
Die Regenwolken haben uns heute ein paar mal geärgert. Dreimal mussten wir uns unterstellen. Es bleibt aber bei dem angenehmen Temperaturen. Das Abendessen in Buffetform schmeckt wieder gut, obwohl es heute Fleischpflanzl gibt (gestern Köttbullar). Die Beilagen mit Salat und Gemüse sowie die Suppe sind ausgezeichnet. Heute gehen wir nach einem kurzen Spaziergang schon schlafen. Die Füße brauchen Ruhe. |
| Stadtwappen von Göteborg |
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| Göteborg-Stampen - Maritiman mit Segelschiff und Wolkenkratzer Karlatornet |
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| Wolkenkratzer Karlatornet mit 249 m |
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| Lilla Bommen in Göteborg |
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| Das Opernhaus in Göteborg |
5. Etappe
Kopenhagen (7. - 8. August)
Das letzte Frühstück in Schweden bietet alles was das Herz begehrt. Kurz vor 10 Uhr gehe ich noch zu COOP und will unsere beiden Pfandflaschen abgeben (6 SEK). Die Kassiererin sagt, dass der Automat defekt ist. Sie meint, ich solle in ein anderes Geschäft gehen. Das will ich nicht und sage, dass ich ihr dir Flaschen schenke oder in den Müll (Litter) gebe. Sie bittet mich die Plastikflaschen in den Mülleimer zu geben.
Wir sind schon eine Stunde vor Abfahrt des Regionallzuges am Centralstation. Das Wetter ist ok. Wolken und Sonne im Mix. Versuche in die Lounge der Bahn zu kommen, da wir 1.Klasse-Karten haben. Mit Code funktioniert es nicht. Eine Bahnmitarbeiterin erklärt uns, das die Lounge nur für SJ-Tickets gültig ist. Da wir heute mit einer Nicht-SJ-Bahn unterwegs sind, haben wir keinen Zutritt. Die Türen unseres Zuges werden erst wenige Minuten vor Abfahrt geöffnet. In der 1.Klasse ist fast alles frei. Nur 2.Klasse Reisende sitzen falsch, die nach einiger Zeit von der Zugbegleiterin vertrieben werden. Marianne tritt neben dem Sitz in einen alten Kaugummi. Manchmal taucht das Meer am Fenster auf. So in Ängelholm. Unser Zug ist planmäßig unterwegs. In Helsingborg fahren wir in den Tunnelbahnhof und haben mehr als die Hälfte der Strecke hinter uns.
Wir kommen planmäßig in Dänemark über die Öresundbrücke an.
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| Zurück über den Öresund - dieses mal gemeinsam |
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| Mit der Bahn über den Öresund |
Unser Hotel Nebo ist nur 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. Das Zimmer ist geräumig, die Einrichtung erinnert an die 1970er Jahre. Mit 204€ die Nacht für deutsche Verhältnisse ein Wucherpreis, für dänische Verhältnisse wahrscheinlich okay. Die Nähe zum Bahnhof/Centrum macht die Preise. Am Nachmittag sind wir zum Touristen-Hotspot Nyhavn aufgebrochen. Eigentlich wollten wir in den Tivoli, aber wegen des freitaglichen Rockkonzertes und der Kälte (13 C) haben wir umgeplant. In Nyhavn drängen sich tausende von Menschen. Fish and Chips mit Bier und Wasser für 61€. Dann gehen wir zurück am Kanal ins Hotel. Unterwegs sehen wir Fahrradstraßen und Gebäude mit moderner Architektur. Versehentlich auf eine Fahrradstraße zu kommen ist gefährlich für Fußgänger. Wir gehen noch kurz in die riesige Bibliothek der Stadt Kopenhagen. Zum Kauf ist nur dänische und englische Literatur vorhanden. Abends noch zum Lidl für den morgigen Reiseproviant. Trotz der Anreise von Göteborg wurden es wieder 10 km per Pedes. Die Füße sind froh, als sie ins Bett kommen.
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| Stadt-Fahrrad-Straße (Autobahn für Fahrräder, Roller, E-Bikes und Mofas) |
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| Nyhavn in Kopenhagen - überfülltes Touristenhighlight |
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| Nyhavn - Kopenhagen |
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| Städtische Bibliothek Kopenhagen |
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| Kopenhagen - Indre By |
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| Kopenhagen - Christianshavn |
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6. Etappe
Heimfahrt Nürnberg (8. August)
Heute scheint wieder die Sonne. Nach dem Frühstücken haben wir noch genügend Zeit bis der Zug um 10:04 Uhr fährt. Vor dem Aufbruch aktualisieren wir unsere Tickets in der Rail-Planner App. Die Gleisanlagen und Bahnsteige in Kopenhagen sind schmutzig. Müll liegt in den Gleisen. |
| Viel Müll in den Gleisen des Kopenhagener Hauptbahnhofs |
Bei Einfahrt des Zuges stellen wir fest, dass die Reihung an der Bahnsteiganzeige falsch angegeben ist. Alle Reisenden müssen am Bahnsteig in die jeweils andere Richtung. Die 2. Klasse eilt nach vorne - die 1. Klasse nach hinten. Durcheinander! Chaos auf dem kleinen Bahnsteig. Im Zug sitzen viele Reisende falsch. Die Zugbegleiter verweisen die Reisenden in die 2.Klasse oder verlangen die Differenz zwischen den Klassen. Trotz heftiger Diskussionen weichen die Zugbegleiter nicht von Ihrer Forderung ab. Marianne und ich sitzen von der Reservierung her getrennt. Aber bleiben nebeneinander, weil die Plätze neben uns frei sind. Es ist ein Zug der Tschechischen Bahn (CD) und ist als Ersatzzug zwischen Kopenhagen und Hamburg unterwegs. Leider werden die reservierten Sitze nicht angezeigt, obwohl dafür eine digitale Anzeige vorhanden ist. Ein Bistro-Wagen fährt ohne Personal mit, so dass es nichts zu essen und trinken gibt. Unser Reiseproviant ist ausreichend. Internet ist in Dänemark in rein ländlichen Gegenden nicht immer vorhanden. Die Bundespolizei kommt durch unseren Wagen, verlangt die Ausweise aber nicht.
Wir sind um 15:13 Uhr plan in Hamburg Hbf angekommen. Trinken noch einen Kaffee am Bahnhof und vertreten uns die Füße bis wir in den pünktlichen ICE nach Hannover einsteigen. In Hannover steigen wir in den ICE nach Würzburg um. Von der DB erhalte ich die Nachricht, dass sich unsere Sitzplätze ab Hannover geändert haben. Das führt in Hannover zu Verwirrungen, weil der hintere Zugteil mangels Personal gesperrt wird. Der ICE-Chef spricht nicht verständliches Deutsch. Keine Durchsage in Englischer Sprache. Wir steigen aus und finden unsere Umbuchung im vorderen Zugteil und starten kaum verspätet. Kommen in Würzburg pünktlich an und nehmen den Zug nach Augsburg, der uns nach Ansbach zur S 4 bringt. Die RB ist fast leer und hält an jeder Milchkannl. S 4 in Ansbach erreicht! Wir sind um 22:35 zu Hause - 12,5 Stunden nach der Abfahrt in Kopenhagen. 😀
10 Tage interessanter und schöner Urlaub endet.
Meine Planung sah vor, dass wir wegen der vier Umstiege erst am 09.08.2026 um 0:35 Uhr ankommen. Die DB ist besser als ihr Ruf, was die Ausstattung der Züge/Bahnhöfe und auch die Pünktlichkeit angeht. Dabei haben wir unsere Erfahrungen dieses Jahr in Frankreich (SNCF), Dänemark (DSB) und Schweden (SJ) berücksichtigt. Leider ist das Personal der DB in den ICE-Zügen oft nicht motiviert, selbstgerecht und anmaßend - ohne Taktgefühl. Kundenservice ist nicht vorhanden. Reisende helfen sich gegenseitig beim Aus - oder Einsteigen mit großen Koffern. Die Durchsagen werden "heruntergenuschelt", kaum zu verstehen. Im Hannover wurde immer davon gesprochen, dass der hintere Zugteil versperrt wird. Aber wer weiß schon, was "hinten" und "vorne" ist beim Zug, wenn man nicht ortskunig ist. Wieso gibt es eigentlich die gekennzeichneten Bahnsteigabschnitte - warum werden diese nicht genannt ??
Im ICE 9 von Hamburg Hbf nach Hannover Hbf setzen sich zwei Zugreiniger hinter unsere reservierten Sitzplätze in der 1. Klasse und beginnen vor lauter Langeweile auf Ihrem Smartphone zu spielen und zu telefonieren. Das Zugbegleitpersonal tolleriert das anscheind - siehe Foto unten. Gleichzeitg ließ die Sauberkeit der einen oder anderen Toilette zu wünschen übrig.
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| Das Bild zeigt Zugreiniger des ICE 9 in ihrer "Pause" in der 1. Klasse |
Statistik
Gestamtstrecke gefahrene Eisenbahnkilometer: ca. 3.400 km, verteilt auf sechs Reisetage
Gesamtzeit in den Zügen: ca. 30 Stunden
Verspätung: Bei der der Hinreise ca. 1,5 Stunden - Grund: Außerplanmäßiger Zugwechsel in Padborg
Reisegepäck - ca. 27, 5 kg: 1 Koffer = 13 kg, 1 Koffer = 6,5 kg, 2 Rucksäcke mit ca. 8 kg
Städte: Hamburg, Kopenhagen, Stockholm, Göteborg
Gelaufene Kilometer in den Städten: 83 km und nur eine Blase am Zeh (Martin)
Zugticket: Interrail 1. Klasse für 2 Senioren, = 549 € + 90 € Sitzplatzreservierung + Anreise nach Hamburg, 2. Klasse = 71 €, inkl. Reservierung
Gesamtkosten der Skandinavienreise: 2.500 €
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